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Davidsche Fleischlichkeiten

 

Vorab

Der Blutmensch David

In Anbetracht dieser ausführlichen Darstellung erspare ich mir die Arbeit, in der ich eigentlich fast das gleiche schildern wollte. Allerdings hatte ich vor, die Schandtaten des so hoch gerühmten DAVID und seine göttliche Verschonung in allen Fällen darzustellen, beginnend bei der Tatsache, dass er Saul versprochen hatte, seine Söhne am Leben zu lassen, was er dann der Wahrhaftigkeit halber an andere delegierte und vieles mehr. 1.Sam.25:22 Die Volkszählung und ihre Folgen habe ich in einem extra Beitrag geschildert. Ein Massenmörder war es eh, was wir aus 1.Sam.8:7 in aller Klarheit erfahren:

„Saul hat Tausend erschlagen – David aber Zehntausend!“

2.Sam.16:8
Endlich läßt der HERR alle deine Blutschuld am Hause Sauls, an dessen Stelle du dich zum König gemacht hast, auf dich zurückfallen, und der HERR hat das Königtum deinem Sohne Absalom übergeben! Und siehe, nun bist du ins Unglück geraten, weil du ein BLUTMENSCH  bist!«

Viele Widersacher Davids sterben im richtigen Augenblick eines unnatürlichen Todes! Das sind keine leere Behauptungen, was du gerne selbst nachprüfen kannst, indem du (endlich einmal?) ohne die heilige Brille den Bibeltext liest mit all seinen Nebensätzen, die oft so aufschlussreich sind.

David war auch der Anführer einer Räuberbande, die reiche Bauern erpresste, wie man in 2.Samuel nachlesen kann, wo es um mehr als nur um Schutzgebühr nach Mafiosiweise geht:

1.Sam.22:2
Und es versammelten sich zu ihm allerlei Männer, die in Not und Schulden waren, und alle, die ein verbittertes Herz hatten, und er wurde ihr Oberster, und sie hielten es mit ihm, etwa 400 Mann.

 

 

Das Liebesleben Davids, des Urenkels einer Moabiterin

Bibelwissenschaft ging es wohl mehr um das Liebesleben Davids und seiner Familie und es ist sehr interessant, sich das einmal aus dieser Perspektive anzuhören, denn auf eine Predigt in dieser Art wirst du wohl lange warten müssen:

 

„Wohl das extremste Beispiel sexueller Freizügigkeit innerhalb des Alten Testaments ist → David. Sein Umgang mit dem anderen Geschlecht wird an Hemmungslosigkeit allenfalls durch seinen Sohn → Amnon übertroffen, der so weit geht, seine Halbschwester → Tamar zu vergewaltigen (2Sam 13), im Gefolge dieser Tat indes den Tod findet – anders als David, der trotz der Vielzahl seiner oft mehr als fragwürdigen einschlägigen Aktivitäten immer unbeschadet davonkommt, ja, der ex post zu einer Lichtgestalt hochstilisiert worden ist. Zwar werden nicht zu allen acht Hauptfrauen, die in den Texten erwähnt werden, so ausführliche und moralische Maßstäbe praktisch außer Acht lassende Geschichten erzählt wie zu → Abigail (1Sam 25), → Batseba (2Sam 11 und 1Kön 1) oder zu → Abischag von Schunem, die David als alter Mann dann aber doch nicht mehr „erkennen“ kann (1Kön 1; dazu vgl. Bartelmus, 2001). Aber schon allein die wechselvolle Geschichte von Davids Verhältnis zur Saul-Tochter → Michal (1Sam 18,20-28; 1Sam 19,8-17; 2Sam 3,13-16; 2Sam 6,16-23), die anfangs parallel läuft mit einer homoerotischen Beziehung zum Saul-SohnJonatan, ……

Es ist mir leid um dich, mein Bruder Jonathan; du bist mir sehr lieb gewesen! Wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe! 2.Sam.1:26

…… bringt einen Aspekt des Umgangs mit Sexualität ein, der bis dahin in der Welt des alten Israel nicht begegnet ist: David bindet diese beiden Saul-Kinder erotisch an sich, um so an die Macht zu kommen. Das Verhältnis zu Jonatan erledigt sich durch dessen Tod (1Sam 31); Davids Weg zum Thron steht damit kein anderer Prätendent mehr im Weg – die um Jonatan vergossenen Tränen sind nichts als Krokodilstränen (2Sam 1,26).

In dem Moment, wo David seine Macht auch religiös bzw. stammesrechtlich durch die Überführung des nordisraelitischen Heiligtums der → Lade nach Jerusalem gesichert hat, verhöhnt David dann Michal und rühmt sich – ihre Kritik wegen seines orgiastischen Tanzes vor der Lade erwidernd – dessen, er könne nunmehr auch mit Mägden „zu Ehren kommen“ (כבד Nif.; 2Sam 6,22 – gemeint ist damit wohl, dass er an Bedeutung gewinnen will), was er denn auch reichlich tut:

Zu den sechs mit sechs verschiedenen Frauen in Hebron gezeugten Söhnen (darunter bezeichnenderweise kein Kind von Michal; vgl. 2Sam 3,2-6 bzw. 2Sam 6,23) kommen in Jerusalem noch zahlreiche weitere Kinder von mehreren Frauen und Nebenfrauen (hinter denen sich wohl die „Mägde“ von 2Sam 6,22 verbergen).

Sexuelle Potenz dient zum Erweis herrscherlicher Potenz – im Falle der Zuführung der schönen Abischag zum Erweis des Gegenteils (und damit zur Abhalfterung Davids). Sexualität spielt jedenfalls im Zusammenhang mit dynastischen Konflikten eine zentrale Rolle: Die erste Maßnahme, die → Abschalom nach der Flucht Davids aus Jerusalem zur Absicherung der Macht ergreift, besteht darin, dass er den Harem seines Vaters übernimmt und die entsprechenden sexuellen Aktivitäten auch öffentlich demonstriert (2Sam 16,21f.). Auf Verbalerotik reduziert begegnet Entsprechendes in der Erzählung von der sog. Reichsteilung. Die jungen Ratgeber des → Rehabeam empfehlen diesem, sich den Gesandten Israels als sexuell noch leistungsfähiger (und damit als mächtiger) darzustellen, als es sein Vater Salomo mit seinem Harem war: „Mein kleiner Finger ist dicker als meines Vaters Lenden“ (1Kön 12,10).

Abschaloms Bruder → Adonija hofft (vergeblich), durch eine Heirat mit der letzten Bettgenossin seines Vaters – mit Abischag – doch noch die Macht zu gewinnen, nachdem der erste Versuch, seinen im Anciennitätsprinzip eigentlich gut begründeten Anspruch auf die Thronfolge durchsetzen zu können, an einer von Batseba – der letzten Lieblingsfrau Davids – und → Natan initiierten Intrige gescheitert ist.

Batseba setzt nicht nur ihren Sohn Salomo als Thronfolger durch, sie sorgt vielmehr auch dafür, dass mit Adonija der letzte potentielle Konkurrent ihres Sohnes liquidiert wird. D.h. in einem sozio-kulturellen Kontext, in dem Macht und Sexualität in Korrelation zueinander stehen, sind Frauen nicht nur – wie es auf den ersten Blick scheint – „Opfer“ der männlichen Lust. Frauen wie Abigail und später Batseba steuern über ihre Reize David und haben so Teil an der Macht. Auch Briefe aus → Ugarit belegen, dass im sozio-kulturellen Kontext von Stadtkönigtümern Frauen eine wichtige Rolle spielen: Die Mutter des jeweiligen Regenten ist die eigentliche Machthaberin, die im Hintergrund die Fäden zieht. Indirekt belegt dies zudem die alttestamentliche Erzählung von → Atalja, der Mutter des → Ahasja: In dem Moment, wo ihr Sohn tot ist, gerät sie in die Gefahr, die Macht zu verlieren; ihr Fehler besteht allerdings darin, dass sie (gegen die Sitte) selbst offen die Macht übernimmt (2Kön 11). – Die in ihrer sexuellen Attraktivität begründete Macht der → Delila (Ri 16,4) erschließt sich demgegenüber auch einem naiv an die Heiligkeit der alttestamentlichen Gestalten glaubenden Bibelleser quasi von selbst.

Quelle http://www.bibelwissenschaft.de/

 

Denk auch an Königin Esther!  Denk an Dina und Sichem!  Und an Simson! Und natürlich sollte man Salomo mit seinen 700 Haupt- und 300 Nebenfrauen nicht vergessen. Dennoch tue ich das an dieser Stelle, denn auch der Hebräergott tat dies zuletzt – er verwarf ihn, was natürlich die Priestersekte nicht davon abhielt, seine Weisheiten zu seiner Ehre zu verewigen. Ich möchte ihm an dieser Stelle nicht noch mehr Aufmerksamkeit schenken, als er eh schon von der Christengemeinschaft hat, obwohl er sie wegen seiner schlechten Entwicklung sicher nicht verdient. Er war in meinen Augen einfach ein Hurenbock! Sorry!

Welch heiliges Gottesvolk das doch ist, wenn man mal genauer hinschaut! Aber wir waren ja alle mit heiliger, demutsvoller, gottesfürchtiger Blindheit geschlagen und haben uns nicht getraut, hinzuschauen. Ja, ich habe mal bei Richter 19 ein Fragezeichen gemacht, aber dann ging der religiöse Alltag eben weiter. Ich traue mich nun, denn sonst habe ich Teil an diesen Schandtaten und würde sie weiterhin als meine Glaubensgrundlagen bezeichnen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der heilige Erlöser des wahrhaftigen Gottes aus dieser Linie kommen sollte, zumal in seinem Stammbaum dann auch noch Huren aufgeführt sind. Mensch, was tischt man uns denn hier eigentlich auf, den dummen Goyim!?

 

Aus Liebe zur Wahrheit

JedidaMD

 

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Maggie Dörr

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