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Es kann nicht meine Aufgabe sein, die Frage, ob Jesus nun tatsächlich der erwartete jüdische Messias war, zu beantworten. Wir sollten uns dazu die Begründungen der Juden genauer ansehen und diese ernst nehmen. Ich werde einen ihrer Beiträge posten. Dennoch habe ich mich natürlich auch hier ein wenig intensiver und kritischer als früher, wo ich vieles bereit war zu vergeistigen, damit auseinander gesetzt und auch hier sehr Widersprüchliches gefunden.

Was mir auch sehr zu denken gab ist die Tatsache, dass die Juden ja sehnsüchtig auf den prophezeiten Messias warteten, der den Thron Davids einnehmen und „für Israel das Reich wiederherstellen“ sollte. Warum sollten sie ihn dann bis heute nicht erkannt haben, wenn er es denn gewesen wäre? Ganz einfach: Weil die Prophetien mit dem Rabbi Jeschua nicht übereinstimmten, was aus dem jüdischen Beitrag deutlich hervor geht.

Der römische Messias – Auch eine Art Ersatztheologie

Die RKK aber wollte ihn gerne zu „ihrem Messias“ erheben, der nicht das physische Reich Gottes auf Erden errichten würde, sondern wie es ausschließlich im Johannes-Evangelium gut zum Ausdruck kommt, ein geistliches, himmlisches Reich errichtet habe. Bis hier her gehen wahrscheinlich auch meine Leser noch mit. Um aber diese „Ersatztheologie“ in die entsprechenden Schriften zu bringen, welche damals gelesen wurden, war freilich auch ein wenig Manipulation erforderlich, das kann man sich ja denken. Einige Schriften wurden entsorgt, andere beim Überprüfen ausgebessert und ein wenig katholische ersatztheologische Lehre eingefügt, was man an manchen Stellen heute ganz deutlich erkennen kann, wenn man dafür offen ist, wie z.B. in Johannes 3 wo Jesus mit Nikodemus spricht. Da wird viel neue Geistliches-Reich-Theorie erklärt, aber auf die Frage: „Wie soll das geschehen?“ keine Antwort gegeben. Gerade das Johannes-Evangelium berichtet uns dann auch im Gegensatz zu den anderen synoptischen Evangelien, dass Jesus präexistent war, dass er aus dem Himmel kam und auch dort wieder hinginge, denn sein Reich ist NICHT von dieser Welt!!! Und er wolle auch die Jünger in dieses himmlische Reich zu ihm holen. Und seit dieser Zeit werden Christen aller Welt auf den Himmel getrimmt, obwohl man von solchen Zukunftsaussichten im AT absolut nichts erfährt, denn das Reich des Gottes Israels sollte sich ja in Nahen Osten ausbreiten und wird dort auch umfänglich genau eingegrenzt. Und eben dafür benötigte man ja einen König, den Nachfolger Davids, der noch immer aussteht, denn der Bibelgott hatte ja eigentlich versprochen, dass „es dem David nie an einem Thronfolger mangeln sollte“. Das aber hat er, wie viele andere Zusicherungen, nicht eingehalten.
Aber war Jeschua wirklich dieser Davidsohn oder wurden diese Deutungen später in die Berichte der Evangelien eingefügt, um dies zu bestätigen, so wie man ja dann auch zigfach hinzufügte: „Damit sich erfüllen sollte, wie es geschrieben steht!“, um ihn nachträglich (70 Jahre später!) als den Messias zu bestätigen.

Warum haben die Jünger das Schicksal des „Messias Jeschua“ nicht erkennen können?

Zum dritten Mal »nahm« Jesus »die Zwölf zu sich« und sagte ihnen ausführlich voraus, was ihn erwartete (s. Kap. 9,22.44)

Lukas 18:31
Er nahm dann die Zwölf zu sich (abseits) und sagte zu ihnen: »Wir ziehen jetzt nach Jerusalem hinauf, und es wird alles in Erfüllung gehen, was durch die Propheten von dem Menschensohn geschrieben ist. 32 Denn er wird den Heiden überliefert und verspottet, mißhandelt und angespien werden, 33 und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tage wird er auferstehen.« 34 Doch sie verstanden nichts hiervon, sondern dieser Ausspruch war ihnen dunkel, und sie begriffen nicht, was er mit diesem Wort hatte sagen wollen.

Interessant, dass noch nicht einmal Menge, der sonst immer Bezugsstellen zum Tenach in Klammern anführt, hier irgend einen Querverweis dazu gibt, was sich hier eigentlich erfüllen sollte und durch welchen Propheten dies vorhergesagt sein soll. Scheint sich wieder um nachträglich eingefügtes ein „Erfüllungszitat“ zu handeln.

Warum sollten die Juden ihren Messias nicht erkannt haben?

Ich denke heute, dass es durchaus seine Gründe gab, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer nicht glaubten, dass Jeschua der verheißene Messias war, der Israel wiederherstellen sollte. Uns wird durch die christliche Theologie, welche eventuell nachträglich hinzugefügt wurde, in den Evangelien eine Ersatztheologie vermittelt, die besagt, dass die Juden ihren Messias überwiegend nicht erkennen konnten, weil sie wegen ihrer Widerspenstigkeit unter dem Verblendungs- oder Verstockungsgericht Jahwes standen, der sich im 1.Jhdd. nur einen Überrest auserwählt hatte, die Jeschua folgten (144 000, Off.7:14) Sie hatten also eine Decke vor Augen, die sie nicht erkennen lassen konnte.

»Er hat ihnen die Augen geblendet und ihr Herz verhärtet, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihrem Herzen (nicht) zur Erkenntnis gelangen und sie sich (nicht) bekehren sollten und ich sie (nicht) heile.«
Joh.12:40, Röm.11:8 und auch 2.Kor.4:4

Aber die Christen können sehr wohl den Vater und den Sohn genau erkennen, Joh.17:3, und sind jetzt das neue „auserwählte Volk Gottes“, das die ehemals auserwählten Juden ersetzt hat.

Diese kollektive Verblendungs-Theologie könnte demnach auch eine Erfindung der RKK sein, um auf alles eine „geistliche“ Antwort zu haben? Die Tatsache, dass es immer schon messianische Juden gab, widerspricht eigentlich schon dem kollektiven Verblendungsschleier.

Historisches 1. Jahrhundert

Wahrscheinlich können und wollen die meisten Christen sich gar nicht vorstellen, was eigentlich in der Zeit Jesu in Judäa und Galiläa los war unter der Besatzung der Römer und wie sehr die Juden darunter litten. Es bildeten sich aufständische Gruppen, z.B. die der Zeloten. Und wir wissen heute sicher, dass einige der Jünger dazu gehörten und ihre Schwerter immer in Bereitschaft hatten. Mit diesen war nun Jeschua unterwegs. Und er lehrte sie wahrscheinlich wirklich eine andere Art des Widerstandes, zumindest anfangs, als er Dinge sagte wie: „Wenn euch einer auf die linke Backe schlägt, dann haltet auch die rechte hin“. Gewaltfrei wollte er etwas erreichen und zwar politisch! Gerade deshalb folgten sie ihm und weil sie dachten, er könne der besondere Nachfolger König Davids sein, der das Reich Israel wiederherstellen würde und sie aus der römischen Herrschaft „erlösen“ würde, um als guter Hirte über sie zu regieren.

Die Schriftgelehrten allerdings dachten da ein wenig anders, aber auch im Hinblick darauf, dass Jeschuas Wirken politische Folgen aufrühren würde:

Lassen wir ihn so weiter gewähren, so werden (schließlich) noch alle an ihn glauben, und dann werden die Römer kommen und uns die Stätte (d.h. unser Heiligtum) und unser Volkstum beseitigen.« 49 Einer aber von ihnen, nämlich Kaiphas, der in jenem Jahre Hoherpriester war, sagte zu ihnen: »Ihr seid ganz ohne Einsicht 50 und bedenkt nicht, daß es besser für euch ist, daß ein einzelner Mensch für das Volk stirbt, und nicht das ganze Volk zugrunde geht.« Joh.11:48f

Befürchteten sie also, dass es einen politischen Aufstand geben würde, in dem die Römer das ganze Volk zugrunde richten würden? Da wäre es schon besser, Jeschua als einzelnen Menschen an sie auszuliefern, bevor es zum Eklat kommen würde. So verstehe ich dies.

 

Der Wegbereiter des Messias

Wie dachte Johannes der Täufer über ihn, denn er kündigte ihn ja schließlich an?
Laut den Evangelien hatte er ihn getauft und erlebt, wie er vom heiligen Geist gesalbt wurde. Auch hatte er seine Wundertaten erlebt und dennoch, als er im Gefängnis saß, da ließ er durch Boten Jesus fragen: Bist du nun der verheißene Messias oder nicht?

Warum diese Frage? Weil der Messias dafür sorgen sollte, dass die Gefangenen in Freiheit ausgelassen würden und dazu die Kerker geöffnet werden sollten, so angekündigt in Jes.61:2 Jesus hatte sich damit laut Luk.4:21 identifiziert! Und jetzt wartete Johannes auf die Kerkeröffnung durch den Messias. Hast du das schon einmal bedacht? Ich jedenfalls bislang nicht; es ist ein Hinweis eines Bruders, der es sich genau angeschaut hat. Kannst du dir vorstellen, wie es Johannes mit der Antwort Jesu erging? Lies es selbst einmal nach in Matt.11:3-5 und überdenke es. Interessant ist dabei auch, dass man Jesu Vorlesung in der Synagoge zwar hier zitiert, aber einfach wieder einmal etwas unter den Tisch fallen lässt und das bei einem Bibelzitat aus Jes.62! Denn Jesaja endete mit den Worten: „… auszurufen das Gnadenjahr des HERRN und den Tag der Rache für unseren Gott, zu trösten die Trauernden“. Das Rachezitat wurde also in dem Fall gelöscht! Das passt dann auch besser zu der späteren Vergeistlichung dieser Reich-Gottes-Texte, welche die Christen heute ausnahmslos kennen! Doch da ein politisches Reich angekündigt wurde in Israel, war eigentlich klar, dass Johannes andere Erwartungen an einen Messias hatte, denn den politisch Gefangenen sollte tatsächliche Befreiung zukommen und die römischen Besatzer sollten die Rache des Gottes Israels zu spüren bekommen. Es ging also damals ganz klar um einen ERLÖSER Israels aus der politischen Unterdrückung! Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch den Geist Jahwes sollte der gesalbte Messias eine Erlösung daraus erwirken. Darin allerdings hatte er letztlich versagt. Oder aber auch seine Jünger, die nicht recht mit ihm an einem Strang zogen?

Das „wissende“ Johannesevangelium

Interessant ist dann aber wieder, dass im Johannes-Evangelium dieser hier in Matthäus zweifelnde Johannes der Täufer als ein Wissender über die anderen Evangelien hinaus dargestellt wird, denn hier wusste er urplötzlich sowohl von Jesu Opfertod und dass er das „Lamm Gottes“ sei, das die Sünden der WELT (nicht nur Israels! Joh.1:29,35-37) wegnehmen würde, als auch von seiner Präexistenz im Himmel. Joh.1:30 Oder ist das wieder nur hinzugefügte Theologie einiger späterer Johannes-Jünger oder der RKK, wie wir das aus anderen Stellen auch kennen? Verwunderlich, dass der Täufer nun sogar hier behauptet, er habe Jeschua nicht gekannt, also zuvor von seinem göttlichen Auftrag nichts gewusst, Joh.1:31, wo er doch sogar mit ihm verwandt war und wir wissen alle vom Besuch der schwangeren Maria bei Elisabeth, der Mutter des Täufers. Luk.1:36-43 Wie kann man einem solchen “Evangelium“ noch Glauben schenken?

Vieles musste den Jüngern an diesem Mann enttäuschend unverständlich bleiben, so auch seine Weigerung, sich öffentlich als Messias zu bekennen. Als er nach der Tempelreinigung gefragt wird, aus welcher Vollmacht er das getan habe, gibt er eine ausweichende Antwort. Markus 11:27ff

»… dann sage auch ich euch nicht, auf Grund welcher Vollmacht ich hier so auftrete.«

Und auch Lukas 22:67
und sagten: »Wenn du Christus (= der Messias) bist, so sage es uns!« Doch er erwiderte ihnen: »Wenn ich es euch sage, werdet ihr es mir doch nicht glauben,

Allerdings wird uns durch das Matthäus-Evangelium vermittelt, dass er sich hier klar dazu bekannte:

Matth.26:63
Da sagte der Hohepriester zu ihm: »Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott: Sage uns, bist du Christus (= der Messias), der Sohn Gottes?« 64 Da gab Jesus ihm zur Antwort: »Ja, ich bin es! Doch ich tue euch kund: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn sitzen sehen zur Rechten der Macht (= des Allmächtigen) und kommen auf den Wolken des Himmels.«

Die Jünger wollten alle nicht, dass er sterben sollte, Mark.8:31-33, Luk.19:11, denn sie erwarteten einen herrschenden Messias! Kannten sie denn seinen “geistlichen Auftrag“ nicht? Aber laut Johannes-Evangelium hatte es der Täufer doch deutlich verkündigt! Nein, sie kannten eben nur den politischen Auftrag; die Vergeistlichung der Ersatztheologen kam erst später, als man 70 Jahre nach den Ereignissen diese Dinge im Johannes-Evangelium schriftlich fixierte. Wäre es so gewesen, wie im JE beschrieben, dann hätte es sicher einen Aufstand unter den Juden gegeben, weil diese Botschaft für sie als Juden anstößig war. So etwas hätten die Autoren der synoptischen Evangelien sicher berichtet und erst recht Flavius Josephus, der jüdische Historiker.

Viele Christusse? – Viele Messiasse?

Einige glauben wegen der vielen Widersprüchlichkeiten auch an zwei unterschiedliche Messiasse oder Christusse in der Bibel. Ja, die gibt es wirklich, aber meines Erachtens eben nicht den wahren Christus und den Antichristus, sondern den Bibelchristus der römischen Kirche, den sie zum Gott ihres Bekenntnisses gemacht haben und den historischen Freiheitskämpfer Jeschua. Darüber hinaus kann es aber auch sein, dass er neben seinem Freiheitskampf auch ein Gesandter Jahwes war, hinter dem sich Enlil, der Anunnaki befindet?

Im 1.Jahrhundert sind darüber hinaus auch viele Antichristen aufgetreten, sie von sich behaupteten, sie seinen ebenfalls der verheißene Messias (Christus). Darüber wissen wir allerdings historisch sehr wenig. Manfred Barthel schrieb allerdings: „Schwarmgeister, Scharaltane und Wunderheiler zogen dutzendweise durch Palästina und die entlegenen römischen Provinzen. Alle traten mit dem Anspruch auf, sie seien der erwartete Messias.“

Dabei sollten wir nicht vergessen, dass der Messiasglaube nichts Neues rein Jüdisches war, sondern auch in anderen älteren Kulturen der Assyrer und der Perser z.B. enthalten war. Das alles ist schon sehr eigenartig für einen solchen Exklusiv-Glauben wie den christlichen!

Damit will ich es nun belassen; für mich sind die Beweise erschlagend und die Hinzufügungen und Manipulationen auch. Es ist ein ungesichertes Lügenfundament, auf den ich meinen Glauben künftig nicht mehr bauen werde!

Aus Liebe zur Wahrheit – Mut zur Wahrheit!

Maggie D.

 

 

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